Samstag, 9. Februar 2013

Schneesturm "Nemo": Blizzard legt Amerikas Ostküste lahm

von Lisa

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Der Wintersturm "Nemo" fegt über die US-Ostküste, die Behörden warnen massiv vor dem Blizzard. Der Verkehr ist fast vollständig lahmgelegt: Flüge sind gestrichen, Straßen gesperrt, der Bahnverkehr ist gestoppt. Fünf Bundesstaaten riefen den Notstand aus, Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom.

Washington - Mit starkem Schneefall und heftigen Windböen hat ein aufziehender Wintersturm Teile der US-Ostküste lahmgelegt. Laut Fernsehsender NBC fiel in mehr als 600.000 Haushalten und Betrieben der Strom aus, Tausende Flüge und Zugverbindungen wurden gestrichen. Autobahnen und Innenstädte wirkten wie verwaist. In einigen Regionen fielen bis zu 30 Zentimeter Schnee. In Boston könnte nach Angaben des US-Wetterdiensts sogar bis zu einem Meter Schnee fallen.

Für fünf Staaten im Nordosten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen: Massachusetts, New York, Connecticut, Maine und Rhode Island. 5000 Nationalgardisten wurden alarmiert, einige Küstenstädte sollten evakuiert werden. Der Sturm trägt den Namen "Nemo".

Der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, verbot jeglichen Straßenverkehr ab Freitagnachmittag. In Boston steht auch das öffentliche Nahverkehrssystem größtenteils still. "Wir sind kräftige Neuengländer und sind solche Stürme gewohnt, aber ich möchte die Menschen daran erinnern, ihren Verstand zu benutzen und von den Straßen fernzubleiben", sagte Bürgermeister Thomas Menino. Die große Mehrheit der Fahrer hielt sich daran: Auf den Straßen waren während der Hauptverkehrszeit am frühen Freitagabend nur vereinzelt Fahrzeuge zu sehen. Den Fahrern droht bis zu 500 Dollar (etwa 375 Euro) Strafe.

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